Michael Jäger

schreibt selten über Gott, aber viel über die Welt. Was er denkt und was er fühlt. Was er mag und was eben nicht

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Ohne Euch wär das nie passiert…

04.02.10 (Gedanken)

… da bin ich fest überzeugt.

Aber der Reihe nach:

Vorgestern sitz ich zuhause auf der Couch und beschäftige mich intensiv mit dem Projekt “Krimi 2.0″, da klingelt das Telefon. Die Firma Outcast aus Köln, ein Casting-Agentur, ist dran. Sagt sie zumindest, die Dame. Die Nummer ist ne Kölner Nummer, das seh ich.

Jeder Schauspieler hat im Normalfall die Nummern aller Caster/innen in seinem Handy gespeichert und meldet sich dann auch schon dementsprechend überzeugend und selbstsicher am Telefon. Damit die auf der anderen Seite gleich wissen, dass sie richtig sind.

Ich bin ja auch da irgendwie anders.

Warum? Ich hab keine Ahnung. Ich meld mich immer gleich, immer mit den selben Worten: “Hier ist Michael Jäger, hallo!” Ob Caster, Produzenten, Telefonwerber, Call-Center, Kundendienste oder was weiss ich. Ich bin zu allen gleich, deren Nummer ich nicht im Telfonbuch hab. Anders sieht es natürlich aus, wenn mich jemand anruft, den ich kenne. Da variiert das Begrüssungszeremoniell zwischen: “Servus, welche Freude!” und “Was wilst Du denn von mir?”

Warum soll ich mir Nummern speichern, die ich eventuell nie anrufe und die mich eventuell nie anrufen? Da könnt ich ja auch gleich alle Nummern von den Autobesitzern in meiner Strasse aufnehmen, falls ich mal einem leicht die Karosse ankratze.

Egal, die Dame von Outcast ist ganz freundlich und fragt, ob ich Zeit hätte, zwei Tage am Bodensee beim Tatort Konstanz zu drehen. Hirnklingel!!! Verarsche? Echt? Ne Freundin, die ich ewig nicht gesprochen habe und die sich jetzt nen Scherz erlaubt, weil sie von der “Bewerbung2.0″ gehört oder gelesen hatte?

“Mal überlegen” sag ich und das Hirn rotiert. Kenn ich die Stimme? Im Hintergrund sind viele Menschen zu hören, wie in einem Call-Center. Ist das so ne Nummer wie “Verstehen Sie Spaß” oder so was in der Art?

“Tja, Tatort Konstanz klingt doch gut, wann soll das denn sein?” Parallel wird natürlich Outcast gegoogelt und tatsächlich, die Nummer stimmt.

“25. Februar und 19. März, könnten Sie da?”

Das Freundliche in der Stimme glaub ich ihr jetzt auch, obwohl man ja nie weiss, ob nicht bei einer Agentur in der Branche die Bereitschaft besteht, dass auch da eine Nummer von “Verstehen Sie Spaß” mitgemacht wird. Vorsicht ist der Vater des Emaille-Kastens, wie ich gerne sage.

“Muss ich kurz nachschauen, Moment bitte!”

Natürlich hab ich Zeit für Tatort Konstanz, und wenn ich dafür etwas längst Geplantes verschieben oder absagen müsste. Aber das gehört irgendwie zum Spiel dazu. Erst mal so tun, als sei man hochgradig beschäftigt. Dazu gehört übrigens auch, das Telefon auch ruhig mal einen Ticken länger klingeln zu lassen. Muss ja nicht jeder merken, dass man auf nen Anruf aus Hollywood wartet.

“Hören Sie? Jo, passt bei mir, im März auch, nur Anfang März wär doof, da bin ich schon verplant.”

“Gut!” sagt die Dame, “dann geb ich das so weiter und melde mich wieder bei Ihnen. Bis dann, tschüss, Herr Jäger.”

Wenn ich einen Anruf bekomme, dass ne Produktion gerne mit mir arbeiten würde, läuft so ein bestimmtes Ritual bei mir im Hirn ab. Ich überlege, ob das erstens kein Scherzanruf war, zweitens, was ich über das Projekt weiss und drittens, ob ich mir zutraue, dort mitzuspielen.

Frage Nummer 1 ist geklärt, Frage Nummer 2 ebenfalls. Und bei Frage Nummer 3 ist es bei mir so, dass ich mir grundsätzlich erst mal alles zutraue, bis man mich vom Gegenteil überzeugt. Also von mir aus kann der Anruf kommen, das sie mich nehmen.

Dann passiert etwas, was nicht üblich ist. Das Telefon klingelt wieder, die selbe Telefon-Nummer, die selbe Dame.

Erstes Kopfkino: Absage, weil ein anderer zugesagt hat. Zweites Kopfkino: Ob ich noch an einem anderen Tag Zeit hätte, der natürlich ausgerechnet in der Woche liegt, in der ich schwer könnte. Drittes Kopfkino: Klingeln lassen und dann ganz cool den Anruf annehmen.

“Hier ist Michael Jäger, hallo!”

“Hallo Herr Jäger, hier ist nochmal Outcast aus Köln, wir würden Ihnen gerne das Drehbuch schicken lassen, die Entscheidung ging ganz fix.”

Geht doch! Eins ist sicher. Ich werd Euch auf dem Laufenden halten und von den beiden Drehtagen twittern und so weiter.

Denn ohne Euch wär das nie passiert!!! Herzliches Dankeschön!

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Was lange währt…

01.02.10 (Gedanken, Krimi 2.0, Kunst oder Kommerz, Technikzeugs)

… wird vielleicht ganz gut.

Lange bin ich mit dieser Idee schwanger gegangen, wie man so schön sagt. Ein Projekt aus dem Netz und für das Netz.

Als ich meine ersten Schritte online machte, nutzte man noch Mailboxen, die Modems machten lustige Pfeif- und Kratzgeräusche und man freute sich auf das Boing-boing am Ende, wenn man endlich drin war. Boris Becker war ja dann auch irgendwann drin, und wer heute nicht drin ist, ist irgendwie out, zumindest für die, die drin sind.

Und seit ich drin bin, hab ich das Gefühl, dass da was ganz Grosses dabei rauskommen kann.

Dass ich die Energie habe, ein solches Projekt anzupacken, verdanke ich der Königin, die mir vollste Unterstützung und uneingeschränkte Solidarität darbringt. Ohne diese wunderbare Frau wäre vieles nicht möglich. Und so ist sie konsequenterweise auch bei diesem Projekt als Sponsor dabei.

Das Projekt “Krimi 2.0″ ist für die einen ein wahnwitziges Projekt einiger durchgeknallter Menschen, die zu viel Zeit haben. Für mich und die ersten Mitstreiter, die ich dafür gewinnen konnte, ist es ein spannendes Abenteuer, das beweisen soll, dass im Netz nicht nur das Böse herrscht, wie uns so mancher Politiker gerne weismachen möchte. Im Gegenteil, das Projekt wird auch und gerade diesen Herrschaften zeigen, dass das Internet ein riesengrosser Raum voller kreativer Köpfe ist, die gemeinsam Neuland betreten, um Gutes zu tun. Denn allen Beteiligten ist von Anfang an klar, dass sie ausser eventuellem Ruhm und Ehre nichts Materielles erwarten können. Die Rechte an dem zu produzierenden Film gehen mit der Premier an einen wohltätigen Zweck. Welcher Zweck das sein wird, bestimmt das Netz durch Abstimmung. Ich habe mich entschieden, einen Vorschlag zu machen und werde diesen in den nächsten Tagen auf der Seite Krimi 2.0 präsentieren.

Aber vielleicht schaust Du Dir erstmal die Web-Pressekonferenz und Präsentation des Projekts “Krimi 2.0″ an:

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Pressemitteilung: Krimi 2.0

29.01.10 (Krimi 2.0)

München, 29. Januar 2010

Die bigmouthmedia GmbH, Europas größte unabhängige Online-Marketing-Agentur, engagiert sich beim Projekt „Krimi 2.0“. Das einzigartige Konzept stammt aus der Feder von Schauspieler Michael Jäger und fordert die Internetnutzer zum interaktiven Engagement auf. Der Erlös des Projektes geht an eine gemeinnützige Einrichtung.

Der Schauspieler Michael Jäger hat ein neues Projekt ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Wir machen uns den Krimi, wie er uns gefällt“ sind Internetnutzer dazu aufgerufen, den Krimi mit zu bestimmen.

„Senden und hoffen, den Geschmack der Zuschauer getroffen zu haben, das war gestern. Mitgestalten, gemeinsam entwickeln, produzieren und helfen ist die Devise des Projekts Krimi 2.0. War bisher der Zuschauer nur in der Lage, mit der Fernbedienung abzustimmen, indem er vorm Schirm blieb oder eben weg zappte, so wird der potentielle Zuschauer von Anfang an mit eingebunden. Wir geben lediglich die erste Szene vor und präsentieren vier Charaktere. Anschließend sind alle Krimifans aufgefordert, die Geschichte weiterzuspinnen“, so Michael Jäger, Initiator der Idee des Web-2.0-Krimi.

Anhand von Fragen soll die Fantasie der User als Drehbuchautoren angeregt werden, Vorschläge einzureichen, wie die Handlung weiter gehen könnte. Ein Autoren-Team von Grimme-Preis-Trägern und -Nominierten und ein Regisseur stellen sich der spannenden Aufgabe, das vom Zuschauer gewünschte Genre zu bedienen und die Wünsche der Zuschauer umzusetzen. Die Nutzer entscheiden in einer Wahl online darüber, welcher Fortsetzungsvorschlag der beste ist sowie welcher Schauspieler in welcher Rolle besetzt wird und auch wo gedreht werden soll.

„Finanziert wird das Projekt über Firmen und Privatleute, die “Social Media” verstanden haben und das Netz nicht nur als Sende-Medium verstehen, sondern auch mit ihren (zukünftigen) Kunden kommunizieren möchten. Sie haben auch verstanden, dass das Internet ein großer virtueller Raum mit vielen kreativen Gehirnen ist, die ein Projekt gemeinsam gestalten können“, so Jäger weiter.

„Der Krimi 2.0 ist eine sehr innovative Idee und wir sind gespannt, welche Eigendynamik das Projekt entwickeln wird. Social Media ist mehr als ein Buzz Wort und bei vielen Firmen bereits zur Chefsache geworden. Wir haben Social Media schnell als echten Trend erkannt und haben uns hier frühzeitig Kompetenzen aufgebaut. Werbetreibende sind nur dann in Social Media erfolgreich, wenn sie es richtig machen und authentisch sind. Unternehmen dürfen hier nicht einfach ihre Marketingbotschaften runter beten, sondern müssen lernen zu verstehen, dass der Dialog im zentralen Mittelpunkt steht. Wir sind von dem Projekt Krimi 2.0 voll überzeugt und freuen uns darauf, es begleiten zu dürfen.“, sagt Heiko Ditges, Senior Social Media Consultant bei bigmouthmedia.

Startschuss für das Projekt “Krimi 2.0″ ist Sonntag, der 31. Januar 2010 um 19.00 Uhr. Auf Zaplive.tv wird das Projekt per Livestream in einer Web-Pressekonferenz vorgestellt, bei der über Twitter und Facebook Fragen gestellt werden können. Gesendet wird die Web-PK aus dem Boinx-Studio in Puchheim bei München.

Die Premiere in einem Münchner Kino mit Livestream im Netz ist für den 11. Februar 2011 geplant. Gedreht wird der 90-Minuten-Film auf HD in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Drehzeit beträgt 30 Drehtage.

Der Erlös geht zu 100 Prozent an einen wohltätigen Zweck. Auch hier können die Nutzer darüber entscheiden, welches Wohltätigkeitsprojekt unterstützt werden soll.

Über bigmouthmedia:
Bigmouthmedia zählt mit über zehn Jahren Erfahrung zu den Pionieren im Online-Marketing und bietet als internationaler One-Stop-Shop ein breites Produktportfolio: Search Engine Optimisation (SEO), Search Engine Marketing (SEM), Affiliate Marketing, Online Media Planning, Consulting, Mobile Marketing, Social Media Marketing, Training und Online PR. Mit mehr als 200 Mitarbeitern weltweit betreut bigmouthmedia (www.bigmouthmedia.de) an seinen beiden Hauptsitzen München und Edinburgh sowie an den Standorten Hamburg, London, Madrid, Mailand, Manchester, New York, Paris, Stockholm und Trondheim renommierte Kunden aus allen Branchen in 40 Ländern und 30 Sprachen. Der Web-Marketing-Spezialist bietet Unternehmen höchste Online-Präsenz und -Reichweite in ihren jeweiligen Zielgruppen und somit einen optimalen ROI der Media-Investitionen. Mittels eines durchgängigen Controllings der spezifisch zugeschnittenen Web-Marketing-Aktivitäten sichert bigmouthmedia den langfristigen Erfolg seiner Kunden – unter anderem Mexx, Starbucks, CTS Eventim, CNN, MTV, Skype, Chip, ARAG, Barclays und Petit Bateau.

Bigmouthmedia wurde 2008 von Deloitte mit dem „Deloitte Technology Fast 50 Award“ und von der „Financial Times“ als bester Arbeitgeber ausgezeichnet.

Pressekontakt:
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Denise Cassandra Özdemir
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