Michael Jäger

schreibt selten über Gott, aber viel über die Welt. Was er denkt und was er fühlt. Was er mag und was eben nicht

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Das Buch

25.03.08

Ich habe lange Jahre Dinge mit mir rumgeschleppt, die ich niemandem erzählen konnte.

Weil ich mich nicht traute, weil ich mich schämte, weil ich es selbst nicht wahrhaben wollte, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es mich verfolgt hat. Verfolgt und eingeholt. Aber als ich Kristiane kennenlernte, habe ich beschlossen, zu reden, über alles, weil ich wusste und immer noch weiß, ich kann ihr vertrauen. Sie gibt mir die Kraft, darüber zu reden. Und es kostet verdammt viel Kraft. Jedesmal, wenn ich davon erzähle, jedesmal, wenn ich daran denke. aber es muss sein, ich muss darüber reden, und ich muss darüber schreiben.

Und ich hoffe, das es niemanden so ergeht, wie es mir erging, es war grausam, und ich wäre beinahe daran zerbrochen. Und das alles wegen ein paar pädophilen Arschlöchern, die Ihre dreckigen Neigungen auf Kosten anderer, nämlich auf Kosten von Kindern ausleben.

Es ist viel passiert!

Du willst wirklich wissen, wie mein Leben verlaufen ist?

Na dann lies mal hier:

Über mich

…gibt es einiges zu erzählen:

Geboren bin ich am 23. August 1966 in Weinheim an der Bergstrasse als erstes Kind von drei Geschwistern. Ich habe noch einen Halbbruder, der bei meiner leiblichen Mutter in Kalifornien lebt und eine leibliche Schwester.

Mein Vater verübt Selbstmord, als ich vier Jahre alt bin. Meine Mutter schafft es nicht, uns Kindern ein behütetes Heim zu geben, und so werde ich zusammen mit meiner Schwester in ein Kinderheim in Diemerstein in der Nähe von Kaiserslautern gegeben. Meine unehelicher Halbbruder wird von den Eltern des Vaters, der ebenfalls Suizid verübte, aufgenommen und folgt später der Mutter nach Kalifornien. Nachdem ich mit meiner Schwester von einem Lehrer- Ehepaar aus Kaiserslautern adoptiert werde, setzt auch der Grossvater seinem Leben ein Ende.

Unsere Adoptiv- Eltern kümmern sich rührend um uns, allerdings können auch sie nicht verhindern, dass wir Kinder nicht wirklich Vertrauen zu Erwachsenen fassen können. Eine schwierige Zeit für alle beteiligten. Ich habe seit Jahren keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern.

Als ich mit 15 Jahren im Rahmen der sogenannten freiwilligen Erziehungshilfe ein Internat in Nordrhein- Westfalen besuche, gibt es einen Lehrer, der mein Vertrauen gewinnen kann. Er ist mein Schauspiel- Lehrer und ich finde Gefallen an dem Fach. Mit großem Erfolg in diesem Fach und mäßigem Erfolg in den anderen Fächern sowie nach einer Ehrenrunde kann ich den Besuch des Internats mit der Mittleren Reife abschließen. Ich besuche die elfte Klasse des dortigen Gymnasiums, als ich nachts im falschen Zimmer erwischt werde. Rauswurf, Rückkehr nach Kaiserslautern, komplette Revolution gegen alle und das System, bis ich mich 1989 entschliesse, mein Leben zu ändern.

Ich ziehe nach München und besuche eine private Schauspielschule, nachdem mir ein Schauspieler und Regisseur aus Kaiserslautern, der heute Intendant eines Landestheaters in Bayern ist, dieses empfiehlt. Zur Finanzierung der Schule lerne ich gleichzeitig in der berühmten Münchener Harry`s New York Bar (berühmtester Schüler war Charles Schuhmann) den Beruf des Barkeepers. Nach der Schule bekomme ich ein Engagement im Theater “Die kleine Freiheit” in München. Dort spiele ich in fast 100 Vorstellungen den jugendlichen Liebhaber an der Seite gestandener Boulevard- Kollegen, die mich herzlich aufnehmen. Bereits vor diesem Engagement arbeitete ich in diesem Theater als Garderobier, Barmann und Kartenabreißer wie übrigens auch schon Jahre vorher im selben Haus August Everding. Gleichzeitig arbeite ich weiter als Barkeeper, um mir ein zweites Standbein zu verschaffen.

In diese Zeit fällt auch die Hochzeit mit der Mutter meiner Kinder, eine Schwedin. Ich habe drei Kinder, eine Tochter und zwei Jungs, Zwillinge, die ich lange nicht mehr gesehen habe und schmerzlich vermisse. Ich vermisse meine Familie. Auch wenn ich mittlerweile geschieden bin, so trage ich doch alle in meinem Herzen.

Nach diversen kleineren Engagements dann der erste große Auftrag. Ich arbeite für eine Casting- Agentur in München als Casting- Regisseur und erhalte den Auftrag, neue Hauptrollen für die ARD- Vorabendserie MARIENHOF zu casten. Ich nutze diese einmalige Chance und gebe den Anspielpartner für die Kandidaten und führe gleichzeitig Regie. Der damalige Produzent Michael von Mossner gibt mir eine Chance und engagiert mich! Ich glaube, er hat es nicht bereut.

Neben der Schauspielerei arbeite ich als Moderator bei Veranstaltungen ( unter anderem für SPEA, DIAMOND, Philip Morris, W&V, Modern Tours, Apple, Actors and Arts, Bavaria Film GmbH, Avantgarde München, Legoland Günzburg, Europapark Rust, Burda Medien, Amerikanisches Konsulat München, GEZ Bayern, Deutsche Telekom, Kinopolis, Citydome Straubing etc…)

Als eingefleischter Fan des 1. FC Kaiserslautern zieht es mich nach dem ersten Abstieg in der Geschichte der Roten Teufel zurück nach Kaiserslautern. Dort produziere ich auf eigene Kosten und mit der Hilfe zahlreicher Kollegen aus dem MARIENHOF (vor und hinter der Kamera) die Talkshow TEUFELSHÖHLE für den OKK Kaiserslautern. Sechs Sendungen lang talke ich mit Gästen, darunter einige Spieler des 1.FCK, der ehemalige schwedische Nationaltorwart des 1.FCK, Ronnie Hellström, sowie Schauspielkollegen aus dem MARIENHOF und regionalen Berühmtheiten wie dem Oberbürgermeister oder auch dem Universitätspräsidenten über Gott und die Welt und natürlich über den Fußball-Club. Mit dem damaligen Kapitän des 1.FCK, Martin Wagner, produziere ich Sketche. Eine eigene Showband präsentiert zu jeder Sendung einen neuen Titel. Professionell aufgezeichnet im Stadion des 1.FCK, wird die Sendung mehrmals zeitversetzt ausgestrahlt.

Die TEUFELSHÖHLE ist für mich ein Experimentierfeld. Ich will sehen, ob ich das Zeug dazu habe, so eine Nummer zu stemmen und im Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Intern nennen wir die Sendung die Harald-Schmidt-Show für den kleine Mann. Lieber Harald, verzeih ;-)

Nach dem sensationellen Wiederaufstieg und Gewinn der deutschen Meisterschaft verlasse ich mit meiner Familie Kaiserslautern in Richtung Gran Canaria. Meine Frau benötigt durch ihre Bandscheiben- Probleme ein besseres Klima als im doch recht oft ziemlich eklig kalten Deutschland. Außerdem will ich schon immer mal auf einer Insel wohnen.

Lange versuche ich Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Es gelingt mir nur in Teilen, nach zehn Jahren Marienhof und ständigem Stress im Privatleben bin ich ausgebrannt. Unter ärztlicher Aufsicht werde ich in zwei Monaten wieder zu Kräften gebracht.

Mein Engagement bei Marienhof endet nach zehn Jahren.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine vielen Kollegen vor und hinter der Kamera, die fest zu mir standen und auch in Zeiten der Not immer für mich da waren. Ganz besonders erwähnen möchte ich hier Susanne Steidle, Kai Meinschien und Markus Schmitt- Märkl sowie Dirk Grosse mit Familie.

Besonderer Dank geht an meine Produzentin Bea Schmidt! Sie hat sich in der schwersten Zeit meines Lebens wie eine Mutter um mich gekümmert!

Das Motto des MARIENHOF lautet: Es wird viel passieren…

In meinem Leben ist viel passiert! So viel, daß ich ein Buch geschrieben habe: “Es ist viel passiert!”

Es ist erhältlich beim Gryphon-Verlag (www.gryphon-online.de) oder bei Amazon (klick hier) oder bei jedem guten Buchändler

Man wird sehen, was noch in meinem Leben passiert! Ich werde Sie auf dem Laufenden halten!

Versprochen!