… wird die Floskel der Zukunft werden!

Was mich dazu bringt, so etwas zu behaupten?

Wer sich noch an die Zeit (noch gar nicht so lange her) erinnert, als die ganze Welt Microsoft beschimpfte und befürchtete, das werde die größte Datenkrake der Welt, hatte keine Ahnung, was wirklich in der Zukunft passieren würde. Eine kleine unscheinbare Suchmaschine schwang sich auf, unser aller Daten zu sammeln, zu verwalten und jedermann zur Verfügung zu stellen. Und alle geben gern und reichlich.

Wir suchen jemanden? Nein wir googlen ihn heute. Bist Du nicht bei Google, bist Du nicht von dieser Welt. Du existierst nicht. Das Google-Ranking, ein wichtiger Indikator, wie wichtig Du bist? Mitnichten!

Du weisst die Antwort auf eine Frage nicht? Google sie Dir doch!

Früher ging man in die Stadt, besuchte verschiedene Geschäfte. Heute googlen wir erst das Produkt – Google bietet praktischerweise auch die Möglichkeit, nur nach Bildern zu suchen – dann googlen wir die Tests, dann googlen wir den günstigsten Preis, dann kaufen wir über den bei Google gefundenen Shop um beim nächsten Abendessen mit den Freunden auf die Frage, wo man denn diese tolle Kamera gefunden habe, zu antworten: “Gegoogelt!”

Tausende von Seiten beschäftigen sich mit Tipps und Tricks, wie man in den Suchergebnissen ganz nach oben kommt. Fieberhaft versuchen wir, die Aufmerksamkeit von Google auf uns zu lenken. Früher in der Schule nannten wir dieses Verhalten streberhaft und derjenige bekam immer mal eine mit, wenn der Lehrer an die Tafel schrieb.

Deinen ganzen Tag kannst Du mit Google erleben, beleben, durchleben.

Aufstehen, nachschauen, ob die Welt sich noch dreht mit Google Earth, die neuesten Nachrichten zu Deinen Interessen bekommst Du von Google Alerts, gesurft wird dann in den News mit Google Chrome.  Irgendwo hatte ich doch schon mal was davon auf meinem Rechner gespeichert, schnell mit Google Desktop gesucht. Ahja, hier ist es ja, schnell mit Google Mail dem Geschäftspartner geschickt, den man in diesem kleinen Cafe trifft, wie komm ich da noch mal hin? Google Maps zeigt es mir, Google Kalender weiß, wann und die Infos hab ich ja schon mit Google Text&Tabellen vorbereitet, schnell noch mal mit Mutti über Google Talks klären, ob sie sich endlich das Urlaubsvideo angesehen hat, das ich bei Youtube hochgeladen habe und das Fotoalbum bei Picasa.

Eigentlich fehlt nur noch Twitter, dann kann ich den Nordkoreanern noch sagen, dass ich sie lieb hab und sie doch bitte keine Raketentests mehr machen sollen. Damit die mich verstehen, nutze ich Google Übersetzer.

Abends vor dem Einschafen google ich mir einen und freu mich schon auf den nächsten Tag.

Diskussionen um Datenschutz oder Big Brother oder totale Überwachung? Google mir doch den Buckel runter. Apropos runter, ob mich das in den Google-Ergebnissen rauf bringt? ;-)

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One Comment to “Google mir doch den Buckel runter…”

  1. [...] “Google mir doch den Buckel runter” nannte ich damals den Post, und das ist es vielleicht, was Google handeln lässt. [...]

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