… war der erste Satz der Königin.
Und da hat sie Recht. Seine Zeit hier bei uns war abgelaufen, er musste weiter, er konnte hier nicht mehr leben.
Ein Mann, der nie Mann sein wollte, sondern seine Kindheit nachholen wollte, denn die hatte er nicht.
Die konnte er nicht geniessen, er musste unterhalten. Seine Familie, seine rasant steigenden Massen an Fans, seine Plattenbosse. Ständig gut für Schlagzeilen, ständig im Fokus der Massen, die jede Regung als Zeichen sehen wollten, ständig verpflichtet sich zu maskieren, um ein klein wenig Ruhe zu haben, eine kleine Regung, ein kleines Zucken der Mundwinkel nur für sich, ohne dass es gleich gedeutet wurde als Zeichen, als Geste, als Hinweis.
Man rätselte, ist er wahnsinnig, ist er Genie? Er war alles. Und wir haben es beobachtet, beobachten dürfen und müssen. Viele wollten so sein wie er, der King of Pop, niemand wollte es wirklich sein, wenn klar war, wie es ihm wirklich ging. Er war doch einfach nur ein großer Junge, der seinen Spielplatz selbst kaufen konnte. Denn Freunde hatte er keine. Keine gewachsenen Freunde, keine, mit denen er den Spielplatz teilen konnte. Und so erfreute er sich an dem Lachen der Kinder, das er selbst nicht kannte. Bodyguards, Absperrungen, Verstecken, Masken, Veränderungen, sein Körper einer ständigen Wandlung unterzogen, von der Welt mit Staunen und Abscheu gleichzeitig kommentiert und dokumentiert, hat Michael Jackson seine Musik bei uns gelassen und ist weitergereist.
Der Planet Erde war zu klein für seinen Geist. Alles Gute.
Tags: Michael Jackson
1. Mitmach-Krimi 2.0
Wunderbar geschrieben, bin tief berührt…
Das trifft es genau auf den Punkt. Danke.
Schön geschrieben. Danke!
Bereits bei Man in Black wurde schon darauf angespielt dass Michael, kein Erdenmesch ist, und auch im wahren Leben hat man schon lange vorher diese Vermutung gehabt. Sollten diese Vermutungen wirklich der Wahrheit entsprechen, so werden wir es wohl nicht mehr erfahren, ob er nun wirklich gestorben ist, oder einfach nur zu seinem Heimatplaneten zurückgekehrt ist
sehr schöner nachruf.
Auch wenn seine Musik nicht mein Geschmack war und ist: MJ war einer der ganz Grossen!
Absolute Zustimmung, mein Ding war es auch nicht immer, vor allem war ich nie in der Lage, den Moonwalk zu performen
Das ist mit Abstand der beste Nachruf für Michel Jackson {MJ sollte man HIER vielleicht nicht schreiben?
} den ich gelesen habe!
Möge er in seinem persönlichen “Neverland” endlich Frieden finden.
Die Königin sagt schlaue Sachen