..der Herr Wiefelspütz.

Manchmal frag ich mich echt, in was für einer Zeit wir leben.

Nicht genug, dass potentielle Wählerstimmen wie die Mitzeichner der E-Petition von Franziska Heine nicht ernstgenommen werde. Nicht genug, dass die Ypsilantis dieser Republik nach der Wahl einen Dreck von dem wissen wollen, was sie vor der Wahl gesagt haben. Nicht genug also, dass der Wähler, der Bürger, der Souverän systematisch verarscht wird.

Jetzt soll der Unentschlossene auch nicht mehr motiviert werden dürfen. Jedenfalls nicht mehr, wenn die Volksparteien ihren Analog-Wahlkampf beendet haben und nachmittags schon wissen, ob sie wieder großkoalieren oder doch den kleineren Parteien ein paar Posten abgeben müssen. Anders kann ich den Beitrag nicht verstehen bei Spiegel-Online

Der Herr Wiefelspütz von der SPD, völlig überraschend wieder einer von der SPD, die sich ja in der letzten Zeit richtig mit Ruhm bekleckert hat, der fordert jetzt ein Verbot der Wähler-Befragungen, zumindest hält er es für angebracht, darüber nachzudenken, was bei einem von der SPD automatisch eine Forderung darstellt.

Den Bundeswahlleiter Roderich Egeler, den SPD Innenexperten (Innen von was?) und die CSU Dame Dorothee Bär eint eins. Die Angst vor Twitter, so stellt es der Spiegel dar.

Ich sage dazu: Ja, sie haben Angst! Sie haben aber keine Angst vor Twitter, bzw. nicht nur vor Twitter. Sie haben Angst, dass das Netz ihre Pläne durchkreuzen (im wahrsten Sinne des Wortes) könnte, ihre alten verkrusteten Strukturen sind marode, morsch und bröckeln. Das haben sie gemaerkt und sie reagieren, wie man eben reagiert, wenn man merkt, dass seine Zeit abläuft. Man versucht, die anderen Meinungen zu unterdrücken, man versucht die anderen Meinungen ins Lächerliche, in das kriminelle Umfeld zu ziehen.

Sie sind aufgewachsen mit der Strategie Sender und Empfänger. Sie waren die Sender, der Wahlbürger war der Empfänger.

Sie haben Angst vor der Interaktion, vor der Diskussion, sie haben Angst ihre Macht zu verlieren und Angst davor, dass immer mehr zu Tage kommt, was sie teilweise jahrzehntelang bewusst verschwiegen haben. verschweigen konnten, weil sie die Medien beeinflussen konnten.

Am Beispiel Iran haben sie gesehen, das die härtesten Regime nicht in der Lage sind, Informationsflüsse zu stoppen. Das Netz können sie nicht beeinflussen, das haben sie gemerkt, also wollen sie Zensurstrukturen aufbauen. Und zwar besser als jedes andere Land, denn wir Deutschen machen immer alles besser und gründlicher.

Gelle Herr Wiefelspütz, aber morgen dementieren Sie eh wieder. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten! Wenn das so weitergeht, werd ich noch Pirat.

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33 Comments to “Und morgen dementiert er wieder…”

  1. Zwangsneurose sagt:

    wunderbar. Die kriegen langsam richtig kalte Füße. Auch die Meinung eines unentschloßenen ist wichtig.

    Am besten wir stellen vor die Wahllokale Stoppschilder.. Stopp für Unentschlossene..

  2. Poisenyvi sagt:

    Wenn das so weitergeht, werd ich noch Pirat. <— na dann brauchen wir piraten ja nicht mehr lange warten lach
    bis zur Bundestagswahl ist zwar nicht mehr viel zeit aber momentan haun die großen parteien ja eh ein tiefschlag nach dem andern für uns bürger raus.

    grüß mir die frau huber und erzähl uns was sie über die briefe gesagt hat.

    liebe grüße poisen

  3. Michael sagt:

    Und wie wir mittlerweile wissen, gibt es ja genug andere Eingänge

  4. Michael sagt:

    Da gibts noch ein klitzekleines Problem bei den Piraten

  5. Zwangsneurose sagt:

    dass da wäre?

    Gut für einen Medien-Menschen (komisches Wort aber ich wollt “Promi” nicht benutzen) ist so eine Mitgliedschaft in einer Partei auch was komplizierteres als bei uns “normalos” ;)

  6. Michael sagt:

    Ich hätte ein Problem mit Herrn Tauss. Und andere hätten ein Problem mit mir.

    Die Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei darf mir nicht vorgeworfen werden nach deutschen Recht und wäre mir auch egal. Ob ich jetzt Medienmensch bin oder was auch immer, ich trete für meine Meinung und meine persönliche Freiheit ein, und damit auch für die Meinung und Freiheit anderer. Wer mir das vorwirft, soll das tun. Wer mich deswegen nicht mehr engagiert, soll das eben nicht tun. Ich kann als Holzfäller genauso glücklich sein,

  7. John Patrick Garth sagt:

    Lieber Michael,

    was erwartest du von Wiefelspütz und Konsorten. Nicht nur die kennen das Internet nicht. Auch ihre PR-Berater sind meist 50+ oder 60+ und wissen allenfalls wie man einen Komm..äh..pjuter anschaltet und wenn du denen was von Internet erzählst werden sie dir vermutlich sagen, dass sie im Urlaub ganz nette Inder kennengelernt haben.
    Ob mit oder ohne Internet, die Leute sind nicht so doof wie die Politiker meinen.
    Nur durch das Internet (Twitter, Blogs, etc.) kannst du die Leute anders und vor allem schneller erreichen und ihnen einfach klar machen, dass sie von vorn bis hinten beschissen werden.
    In sofern ist das Netz der Horror für die angestaubten PR Berater. Man braucht sie vielleicht nicht mehr wenn man nicht mehr gescheit manipulieren bzw. kontrollieren kann.
    Wird Zeit den Damen und Herren Politikern mal wieder zu zeigen, wer hier das Sagen hat. WIR! Das Volk! Und wie schafft man das. Durch wählen gehen.
    Also runter vom Sofa und denen zeigen wo der Hammer hängt.
    Wir wollen das Internet und freie unzensierte Kommunikation (gell, Ursula).
    Wenn ihr Kontrolle wollt setzt euch vorn Fernseher und spielt mit der Fernbedienung!
    Alle anderen schnappen sich je eine Frau Huber und klären sie auf (meine Frau Huber ist übrigens meine Oma)

    Liebe Grüße

  8. Zwangsneurose sagt:

    ja stimmt.

    Ich hab zwar nichts gegen ihn, sehe ihn derzeit als Werbung, aber ich vermute die Volksparteien werden spätestens in der Woche vor der Bundestagswahl dort richtig fies werden. Da werden dann wieder Vermutungen und Behauptungen rausgeworfen, in große Zeitungen gestreut und zugesehen dass der Ruf der Piratenpartei zerstört wird.. ob sie stimmen oder nicht, danach fragt dann keiner mehr.

  9. Zwangsneurose sagt:

    als Vergleich würde dort die Linke passen – wird sie doch gern mit dem bösen S-Wort in einem Satz genannt..

  10. Zwangsneurose sagt:

    aber Michael, ich glaub es reicht schon wenn du eines unserer Ziele verfolgst und uns deine Stimme gibst ;-)

  11. Michael sagt:

    Ich glaube noch nicht, dass es reicht.

    Aber ich glaube momentan noch bei keiner Partei, dass es reicht. Ich habe noch drei Monate zum Nachdenken und die Piraten haben noch drei Monate, mich und viele andere zu überzeigen, dass sie wählbar sind. Dazu gehören klare Kanten und ein Auftreten, das reicht, um Diskussionen zu führen, Alternativen anzubieten und die “Normalbürger” zu überzeugen, dass es nicht nur geeks und Nerds sind. Die Piraten müssen mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, wenn sie Erfolg haben wollen.

  12. Chris sagt:

    “First they ignore you, then they ridicule you, then they fight you, then you win.”
    — Mahatma Gandhi

  13. Achim sagt:

    Zu deinem Problem mit Herrn Tauss. Klar zerreißen sich die Medien regelrecht für eine Story ala: evtl. Kindderschänder in evtl. Kinderschänderpartei (so oder so ähnlich wird es wohl leider kommen). Die Piratenpartei hat auch offiziell in ihrem Wiki stehen, das wenn Herr Tauss verurteilt wird und dafür ins Gefängnis geht, die Parteizugehörigkeit somit eh endet. Deine Ängste kann ich vollends verstehen, allerdings ist hier auch die Frage wie du beitreten würdest. Nehmen wir das Beispiel du und 3 weitere Promis würden auf einmal in die Partei zusammen eintreten. Ich glaube nicht, das dies dann schlecht gemacht werden würde, sondern lediglich für sehr viel Aufsehen sorgen würde und evtl. einige Medien auch ihre derzeitige Einstellung überdenken. Denn Fakt ist auch: Wenn der normale Bürger liest: Der ist zu den Piraten und der ist rein und der, irgendwann kann man die Story von den bösen Kinderschändern nicht mehr verkaufen. Gemerkt hat man das bereits, denn einige Medien berichten witzigerweise mittlerweile positiv über die achso bösen Piraten. Und um auf Nummer sicher zu gehen, würde ich an deiner Stelle (du stehst ja im Rampenlicht)vorerst eine Pressekonferenz geben, oder aber das ganze anderst (außerhalb des Internets) öffentlich machen, das du mit der derzeitigen Situation nicht zufrieden bist und wenn sich das nicht ändert du auch bereit bist einer Partei beizutreten die das ändern möchte. So könnte auch neimand behaupten das du ein kinderschänder wärst und dich deshalb bei den Piraten einnistest, sondern es würde den medien zeigen, das du dies aus Unzufriedenheit der jetzigen Politik tust.
    Auf jeden Fall, egal wie du dich entscheidest: Viel Glück auf deinem Weg.
    Achim (der seinen Mitgliedsantrag als 2facher Vater abgeschickt hat, weil er seine Kinder richtig schützen will und möchte das auch diese ohne Zensur aufwachsen)

  14. Michael sagt:

    Ja, die Grünen mussten das auch durchmachen, bis sie als Partei ernstgenommen wurden, und das werden sie heute noch in Teilen nicht

  15. Michael sagt:

    Ich glaube Du kennst meine Geschichte nicht.
    Ich empfehle am 20.Juli die Sendung Weggefährten im SWR, oder ein Blick in die Wikipedia, da sind ebenfalls genug Informationen über mich zu finden.
    Die Parteien hätten mit mir ein Problem, alleine aus meiner Geschichte heraus.

  16. guglhupf sagt:

    stimme John Patrick Garth voll zu. nur: meine frau huber ist meine schwester, und wir haben es bisher immernoch nicht ganz geschafft ihr klarzumachen um was es geht.
    aber wir hatten eine idee:
    ich schick ihr die links zu Ihren gesprächen mit frau huber, denn damit versteht man eigentlich alles.

    ich sage danke :)

    und genau das mach ich jetzt.

  17. Michael sagt:

    Contentklau und Ausdruck ausdrücklich erlaubt :-)

  18. Reizzentrum sagt:

    Was meinst Du mit dem Problem, dass die Piraten mit dir hätten? Das Du ein BERECHTIGTES Interesse an Urheberrechten hast?

    Ich habe aus Gesprächen herausgehört, dass es den Piraten nicht darum geht, die Rechte an dem eigenen Werk komplett abzuschaffen, sonder schlicht neu zu strukturieren. So dass es sowohl die Möglichkeit des Allgemeingutes gibt, als auch eine Lebengrundlage für Künstler. Leider ist der Kampf gegen die “gewerblichen Rechteinhaber” deutlich besser formuliert, als das Anerkennen der Künstler.

    VIEL wichtiger, als Piraten zu wählen erscheint es mir aber, der Allgemeinheit der Wähler aufzuzeigen, warum die ehemaligen Volksparteien mittlerweile unwählbar sind. Und an der Stelle stellst Du (ich darf dich duzen?) – mit deiner Möglichkeit Öffentlichkeit zu erreichen – eine grosse Chance für viele dar …. Und ich danke dir, dass Du dich dieser Verantwortung stellst.

    Mutig für jemanden, dem aus politischen Äusserungen auch berufliche Nachteile erwachsen können. Respekt!

  19. Zwangsneurose sagt:

    Mhh jetzt wo ich gelesen habe kann ich deine Bedenken schon verstehen (auch wenn ich danach suchen musste). Sorry Michael wusste nicht dass es so ist. Nun, was soll ich sagen: ein Problem ist sowas immer nur wenn es um das Schlecht-reden geht. Wenn dann alte Bilder rausgegraben werden wo dingsundbums Steine werfen oder so. Schade. Ich glaube einfach dran dass sich einige Menschen in Ihrem Leben ändern – nur blöd dass es Leute gibt die nicht dran glauben.

  20. [x] Anderer Meinung.

    Wiefelspütz hat Recht. Die vorzeitige Veröffentlichung von Wahlergebnissen ist ein Problem. Man sieht das regelmäßig in den USA, wo die Veröffentlichung der Ergebnisse von der Ostküste die Ergebnisse an der Westküste beeinflusst (Zeitverschiebung!).

    Bisher hat das hier zu Lande kaum jemanden interessiert bzw. interessieren müssen. Bei der Bundestagswahl 2002 blieben die Ergebnisse der exit polls noch einem vergleichweise kleinen Kreis von Journalisten aus den Politik-Ressort (Briefwähler, müssen arbeiten …) und Politikern in den Parteizentralen (gehen bei einer Wahl wohl kaum fremd) vorbehalten. Damit kann man leben.

    Bei der Bundestagswahl 2005 sah die Situation schon anders aus. Spätestens gegen 16:00 Uhr machten die Ergebnisse unter politisch Interessierten Bloggern die Runde.

    2009 wird es noch schneller gehen und die (vermeintlichen!) Ergebnisse werden noch früher bekannt sein. Das kann nicht angehen, da eine vozeitige Bekanntgabe (mal abgesehen von Validität der Stichprobe!) nachhaltig geeignet ist, das Wahlergebnis zumindest für kleine Partei zu manipulieren.

    Leider ist der Wunsch auf exit polls zu verzichten, schlicht unrealistisch.

  21. Michael sagt:

    Nein, es geht mir nicht um Urheberrechte. Dieses Thema beschäftigt mich weniger, als man allgemein annehmen sollte.

    Die Piraten hätten dasselbe Problem, das alle demokratischen Parteien aufgrund meines politischen rechten Irrlaufs und meiner Hooliganzeit in meiner Jugend mit mir hätten. Obwohl die FDP mir versichert hat, dass sie es aufgrund der langen vergangenen Zeit und meinem demokratischen Wirken in der Öffentlichkeit nicht hätten. Trotzdem wäre ich genauso wie Tauss ein gefundenes Fressen für die Presse. Das möchte ich einer Partei ersparen. Trotzdem kann ich, und das habe ich glaube ich eindeutig bewiesen für eine freiheitliche Demokratie kämpfen und einstehen.

    Dass ich bei einer unter anderem von den Piraten angemeldeten Demo eine Rede gehalten habe, zeigt ja schon in gewisser Weise meine unterstützung

  22. Michael sagt:

    Nun, ich habe bewiesen, dass ich Demokrat bin, und ich habe von mir aus darüber berichtet in meinem Buch. Das ging auch zumindest durch Teile der Presse. Ich persönlich habe kein Problem damit, ich habe mich lange davon distanziert, aber trotzdem würde ich einer Partei eventuell eher schaden als helfen. Sollte eine Partei mich aufnehmen wollen, weil sie glauben, ich kann ihnen helfen, werde ich darüber nachdenken.

  23. Michael sagt:

    Ich sehe in den Äußerungen von Wiefelspütz nur ein weiteres Vorpreschen. Wem ein frühzeitiger Zwischenergebnis-Leak hilft oder nicht, ist in diesem Fall zweitrangig (meine Meinung)

  24. Robert sagt:

    Solange es exit polls gibt, kann mit einer gelungenen Fake-Kampagne im Internet auch ein Wahlergebnis auf der Grundlage falscher Tatsachen beeinflußt werden. Wenn jeder weiß, dass es keine Umfragen gibt, ist es auch nicht möglich, das Instrumentarium zu missbrauchen. Deshalb bin ich ausnahmsweise mal der Meinung des Herrn Würfelspitz, dass diese verboten werden.

  25. Michael sagt:

    Dann nehm ich das als Zweitmeinung oder auch Drittmeinung so hinund veröffentliche diesen Kommentar :-)

  26. aebby sagt:

    Gut gesprochen!

    Tja die Piraten da könnte man noch viel schreiben, ich versuche da gerade ein wenig dazu bei zu tragen, dass die Ziele klarer formuliert werden obwohl ich (noch) kein Pirat bin.

    In Sachen Tauss – dass er mit seiner Recherche seine Befugnisse als Abgeordneter überschritten hat ist das eine – das andere ist der Umgang der Medien damit. Frau von der Leyen hat so weit ich weiß ebenfalls eine Stranfanzeige wegen Beschaffung von Kinderpornographie am Hals, sie hat schließlich Bilder von Vergewaltigungen verbreitet (Presskonferenz), diese Bilder müssen auch irgendwo beschafft worden sein. Sie hat also wie Herr Tauss recherchiert, warum wird das nicht in gleicher Weise medial thematisiert?

    Zum eigentlichen Thema … ich finde es eher einen Skandal, dass die Parteien überhaupt vorher diese Information bekommen.

  27. Michael sagt:

    Mich kotzt noch immer die Verknüpfung an, strategisch ausgezeichnet, moralisch absolut verwerflich Netzsperren – KIPO

    Die Notwendigkeit der Wählerbefragung und das Vorabinformieren der Parteien ist für mich ehrlich gesagt ebenfalls ein Rätsel. Entweder warten alle, bis die Wahllokaloe geschlossen sind und die Stimmen werden ausgezählt, oder (Ironie an) wir nennen es gleich ab 8.00 Uhr morgens nach jeder Stimmabgabe (Ironie aus)

  28. Markus sagt:

    @ Topic:
    Ich finde, es käme mal auf einen echten Versuch an. Von mir aus kann die komplette Stimmenauswertung live und in Echtzeit verfolgbar sein. Das würde sogar noch die Transparenz der Wahl erhöhen. Ob und mit welchen Mitteln und Argumenten die jeweilige Partei ihre potentiellen Wähler mobilisieren kann, liegt in deren Händen. Wer da gegen Liveticker argumentiert, sollte im gleichen Atemzug auch sämtliche Bürgerbefragungen 14 Tage vor der Wahl ablehnen, da die ja auch Tendenzen vorgeben.
    Problematisch an der ganzen Sache ist nur unser manipulierbares Wahlsystem. Ihr wisst schon, die Sache mit den Überhangmandaten und dass eine Partei mehr Sitze bekommen kann, wenn sie weniger Zweitstimmen bekommt. DARÜBER sollte sich Herr Zipfelmütz mit seinen Kollegen mal Gedanken machen. Was ist denn so schwer daran, diesem Land ein echtes demokratisches Wahlsystem zu geben, das nicht manipulierbar ist? Alleine die Tatsache, dass man überhaupt “taktisch” wählen kann, ist ein Armutszeugnis für unsere Demokratie. Und das hat nichts mit Twitter zu tun.

    @Michael, persönlich:
    Ich lese diesen Blog schon eine ganze Weile mit wachsendem Interesse und durch den Kommentar oben habe ich mich mal über deinen (ich hoffe, das “du” ist okay) Hintergrund informiert.
    Ich kann nur sagen: Respekt für deinen Werdegang und den Umgang damit. Solche Bürger braucht dieses Land, egal ob nun als Pirat oder nicht.

    herzliche Grüße
    Markus

  29. Felix sagt:

    @Michael: warum fragst du die Piraten nicht einfach mal, ob sie ein Problem mit deiner Vergangenheit haben. Mist hat in seiner Jugend jeder mal gebaut, aus Mist zu lernen und es in Zukunft besser zu machen ist die wahre Größe.

  30. Michael sagt:

    @topic: Sehe ich ähnlich

    @persönlich: Vielen Dank, vielleicht sehen das andere ähnlich, und Du ist vollkommen o.k.

  31. Michael sagt:

    Ich habe mich vor Monaten bei der FDP vorgestellt, da meine Frau dort Mitglied wurde. Das waren die ersten Gespräche, die ich geführt habe. Die sagten mir, sie hätten keine Probleme mit meiner Vergangenheit, im Gegeneil, es sei Grundsatz der Liberalen, Menschen aufzunehmen, die aus Ihrer Geschichte gelernt haben, und liberales Gedankengut haben. Aber das war der Kreisverband, mal sehen, ob es die höheren Strukturen auch so sehen.

  32. [...] Michael Jäger schreibt treffend: … und sie reagieren, wie man eben reagiert, wenn man merkt, dass seine Zeit abläuft. Man versucht, die anderen Meinungen zu unterdrücken, man versucht die anderen Meinungen ins Lächerliche, in das kriminelle Umfeld zu ziehen. [...]

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