Der Bundestrainer Löw soll das Bundesverdienstkreuz bekommen. Davon kann man halten, was man will, ich sehe es recht neutral. Die Art und Weise, wie es bekannt wurde, nämlich durch das bundespräsidiale Entern der DFB-Pressekonferenz fand ich eher lächerlich. Nun könnte man sagen: Hey, das ist doch ein cooles Guerilla-Marketing und geschickt!
Die Begriffe “Entern” und “Guerilla-Marketing” und “geschickt” verbinden sich meines Erachtens aber eher mit Piraten und so gar nicht mit dem “ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten”, der schon beim Empfang von Lena (Lena, ich will Dich gerne beim “Krimi 2.0″ sehen!) trotz exponierter Position so unauffällig rumstand, dass die süsse Maus einen Moment brauchte, um zu realisieren, dass da irgendein Offizieller Glückwünsche loswerden wollte.
Wahrscheinlich hat der “ehemalige niedersächsische Ministerpräsident” einfach verhindern wollen, dass er wie bei der Wahl in der Bundesversammlung ein fassungsloses “Ist ja unglaublich!” zur Nachbarin murmeln muss, weil die linke Kandidatin 2 Stimmen mehr als Wahlleute hatte. Oder er hat an die Pressekonferenz mit Maradona und dem Torschützenkönig der WM gedacht, als Maradona sich weigerte, mit dem damals noch unbekannten Shooting-Star eine Pressekonferenz durchzuziehen.
Was ich eigentlich sagen will
Der Bundespräsident, den noch keiner kennt, hat auf der DFB-Pressekoferenz das Wort ergriffen und seine Entscheidung verkündet, dem Bundesjogi das Verdienstkreuz zu verleihen. Das alles mit dem für ihn typischen Spannungsaufbau und Abklingen der Spannung. Und eben weil ich das so empfinde und mit meiner Meinung ja auch selten hinterm Berg halte, hab ich auf die vorgestrige Frage des Twitteraccounts der Abendzeitung München
mit nicht ganz 140 möglichen Zeichen geantwortet:
Lächerlich, weil ich das Gefühl nicht los werde, dass dieses mein von mir noch nicht mal in Vertretung gewähltes Staatsoberhaupt jede verdammte Gelegenheit, bei der er nichts zu suchen hat, nutzt, sich der Masse als liebenswerter und entscheidungsfreudiger Staatsmann zu präsentieren. Da die Politik aber schon in der Sommerpause ist und er neben der Bundes-Angi sowieso nix zu sagen hat, wird er wohl diesen Sommer noch das ein oder andere zu eröffnende Einkaufszentrum mit seinem Besuch erfreuen.
Was ich eigentlich sagen will
Gestern findet sich eben diese meine Antwort zusammen mit anderen Antworten aus dem Twitter-Netzwerk, wie es so schön bei den Öffentlich-Analogen heisst, in der gedruckten Ausgabe der Abendzeitung München. Gefragt hat man mich nicht, mitgeteilt haben sie mir das auch nicht, die Jungs und Mädels von der Abendzeitung. War auch schon mal anders, wir hatten doch mal so einen guten und offenen Kontakt.
Da ich aber schon lange keine papiervernichtenden Informationsmaterialien mehr lese, sondern mich lieber, natürlich auch täglich bei der Abendzeitung, online informiere und immer noch drauf warte, dass die Abendzeitung eine App fürs iPad rausbringt, die ich gerne gegen vertretbare Gebühr abonnieren würde, konnte ich das nicht selbst in Erfahrung bringen.
Dass mein Tweet abgedruckt wurde, hat mir gestern die bezaubernde Dame hinter dem Twitter-Account von der Make-Up-Academy, die übrigens auch das Projekt “Krimi 2.0″ unterstützt, über Twitter öffentlich mitgeteilt.
Aus der Fragestellung der Abendzeitung war mir ehrlich gesagt nicht klar, dass es sich um eine Frage handelt, deren Antwort in den Topf kommt, aus dem das kommerzielle analoge Angebot der Abendzeitung aufgefüllt werden soll. Zu dem Thema “Wem gehören Tweets” und ihrer kommerziellen Nutzung findet sich übrigens ein interessanter Artikel bei dem twitternden Blogger Tapio Liller von Open Source PR.
Aber darauf will ich gar nicht hinaus. Ich bin bei Erwähnungen in den Zeitungen wie die meisten Menschen und als Gaukler ganz besonders mit einem Abdruck von diesem einen ersten Gedanken beseelt: “Boah, geil, ich bin in der Zeitung!” Obwohl ich zum Thema Wulff und Entern der DFB-Pressekonferenz viel lieber den folgenden Tweet abgedruckt gesehen hätte.
Den find ich persönlich nämlich viel lustiger und er zeigt, dass ich die letzten vier Wochen viel Waldi ertragen musste, um den mir sympathischen Matze Knop in den verschiedenen Rollen brillieren zu sehen. Ausserdem hätte es die Szene, die der “ehemalige niedersächsische Ministerpräsident” dort zum Besten gab, viel humoristischer beschrieben. Aber es ist wie es ist und nicht anders.
Was ich eigentlich sagen will
Bisher hat es einfach nur Spass gemacht, diesen Post bis hierhin zu schreiben und ein paar Links zu verschiedenen anderen Web-Seiten unterzubringen. Seiten, die ich gerne lese oder wie im Fall von “Krimi 2.0″ selbst betreue. Ausserdem bin ich grade Strohwitwer und hab niemanden zuhause, mit dem ich mich unterhalten könnte. Zweitens blogg ich einfach gerne und beobachte, welche Themen und Blog-Post-Genre mehr oder weniger Leser finden. Und jetzt endgültig zu dem, was ich eigentlich sagen will:
Und das ist es, was mit diesem ellenlangen mit Tweets gespickten Blog-Post eigentlich sagen will. Schade finde ich, dass die Abendzeitung noch nichts über Krimi 2.0 berichtet hat.
Was ich eigentlich sagen will
Und jetzt komme ich tatsächlich und endlich zu dem, was ich eigentlich sagen will. Fänd ich echt toll, wenn die Abendzeitung statt langweiliger und ehrlicher Tweets von mir lieber was über Krimi 2.0 druckt. Die Zusagen der diversen durchaus bekannten Schauspiel-Kollegen für sind ja bestimmt nicht so uninteressant für die Abendzeitung.
Ausserdem hätten unsere Autoren dann endlich auch einen Grund, die Abendzeitung als Requisit mit ins Drehbuch reinzuschreiben, und zwar für die Szene mit der bayerischen Ministerin, die von der bayerischen Ministerin höchstselbst während eines Gastauftritts bei Krimi 2.o absolviert werden wird. Bisher hat die Dame in der Szene eine extra dafür angefertigte Ausgabe der Rhein-Zeitung (übrigens wie Charivari95,5 Medien-Partner von “Krimi 2.0″) in der Hand, wenn sie sich darüber informiert, was da unten in Schliersee mit unserm Held los ist.
Hach, war das ein Spass, diesen Blog-Post zu schreiben und ich gehe davon aus, dass die Abendzeitung das auch genauso versteht, wie ich das hier ellenlang und doch recht kurz formuliert habe. Ich hätte ja auch mal bei der Abendzeitung anrufen können oder ne Mail schreiben, aber so wie eben macht es einfach viel mehr Spass und ich bring noch ein paar Links unter die Leute und es finden vielleicht noch ein paar mehr Leser den Weg auf meine Seite bzw. die von “Krimi 2.0”
Tweetul8er
Tags: Abendzeitung, Entern, Guerilla-Taktik, Krimi 2.0, Make-Up-Academy, Michael J?ger, Pressekonferenz, Rheinzeitung, Wink mit dem Zaunpfahl, Wulff





1. Mitmach-Krimi 2.0
[...] This post was mentioned on Twitter by Michael Jäger, Gunnar Jans and Marco, Krimi 2.0. Krimi 2.0 said: @Breisacher RT @MichaelJaegerTV: Was ich eigentlich sagen will http://bit.ly/sagenwill
#krimi20 [...]
Ich denke Wulff wollte sich mal schnell einschleimen bei den Fussball-Fans und hat deshalb mit dem Verdienstkreuz angefangen. In meinen Augen ebenso lächerlich wie hilflos diese Geste. Was hat Löw denn tolles gemacht? Bekommt ein Jugendtrainer der mit seiner Mannschaft alles an Pokalen abräumt ein Verdienstkreuz? Die leisten mindestens genauso viel Arbeit und das dann auch noch ehrenamtlich.